Therapie

Was sich im Arbeitsalltag als Therapeutin durch Corona verändert hat.

Caro Angelucci im Interview:

Wie hat sich der Therapeutenberuf, die Arbeit als Therapeut durch Corona verändert?


Der Beruf hat sich in dem Sinne verändert, dass wir jetzt natürlich mit Maske herumlaufen und das Ganze hat ein bisschen mehr Ansatz von Pflege. Wir schauen, dass wir den Leuten bei kleinen Dingen helfen, zum Beispiel Schuhe anziehen. Grundsätzlich machen wir das ja immer, aber es ist natürlich zeitintensiver geworden.


Und wie ist das den ganzen Tag letztendlich mit Schutzmaßnahmen, Schutzkleidung teilweise arbeiten zu müssen?


Es macht es deutlich anstrengender. Man kann Dinge nicht mehr so schnell erledigen, wie man das vielleicht sonst macht. Ich speziell erledige Dinge sehr schnell zwischendurch. Doch nun muss man sich viel mehr Zeit nehmen und nachdenken: Habe ich jetzt die Hände desinfiziert? Ist das Gerät nachdem Gebrauch desinfiziert? Da hat man auch rein mental mehr zu tun.  


Hatten Sie Angst, dass man, hier im Hubertus hatten wir die Situation, dass man hier ja sowohl Patienten als auch Mitarbeiter angesteckt waren. Die Klinik war zwischenzeitlich sogar beschlossen. Hatten Sie da Angst sich anzustecken oder wie sind Sie damit umgegangen?


Spezielle Angst hatte ich indem Sinn nicht. Ich hatte eher Angst, dass ich es in mir habe, es nicht bemerke und so andere infizieren könnte. Gerade in der Angangszeit war es so, dass man genau beachten musste, ob auch alles passt – Mundschutz, Desinfektion et cetera.


Das ist ja auch die direkte Überleitung zur nächsten Frage - wie haben Sie das im Umfeld wahrgenommen? Nehmen die Menschen das ernst, die Schutzmaßnahmen, wie reagieren die drauf?


Es hat ein bisschen gedauert muss ich sagen. Mir kam es so vor, dass die Meisten anfangs das nicht ganz ernst genommen haben. Auch im Team bei uns. Es war zwar allen klar, dass die Maßnahmen notwendig sind und umgesetzt werden müssen, doch es dauerte. Erst als der Landkreis verstärkt von Corona betroffen, wurde über die Schutzmaßnahmen vermehrt nachgedacht. Und jetzt ist es bei jedem verankert. Es fällt einem direkt schon auf, wenn der Mundschutz bei einem Patient*innen mal nicht da ist, weil er oder sie ihn vergessen hat. Dann reagieren wir natürlich sofort.


Wenn jetzt heute ein Therapienachwuchs sozusagen bei ihnen in der Tür stehen würde, ein Frischling sozusagen. Was würden Sie dem sagen was ist das tolle am Therapeutenberuf?


Am Therapeutenberuf finde ich immer noch das Schönste, dass so eine Dankbarkeit da ist. Egal ob ich bei einfachen Bewegungen oder beim Treppensteigen helfe. Die Dankbarkeit die man hier erhält, schätze ich jeden Tag und ich gehe gerne zur Arbeit.


Okay die letzte Frage noch. Sie setzen ja glaube ich im Hubertus jetzt inzwischen auch Apps ein, Therapie-Apps. Wird das von den Patienten angenommen?  Wie ist da der Eindruck?


Sehr, sehr gut. Es eignet sich nicht für jeden. Die älteren Patient*innen oder die die kein Smartphone oder Tablet haben, nehmen wir raus.  Aber bei den anderen, nutzen wir diese Möglichkeit relativ viel. Die Rückmeldungen von den Patient*innen ist sehr positiv. Teilweise auch über die Reha hinaus. Denn die Patient*innen arbeiten in der Regel vier Wochen mit den Apps, drei Wochen davon bei uns vor Ort und eine nach der Reha zuhause. Ich bin sehr positiv gestimmt, dass wir diese Möglichkeit auch zukünftig nutzen.  
Vielen Dank.

 

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